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Unter einem Sitzsack versteht man einen mit Styroporkugeln gefüllten Sack, der als Sitzmöbel genutzt werden kann. Durch die besondere Füllung passt er sich optimal der eigenen Körperform an und ermöglicht sowohl aufrechte als auch liegende Sitzpositionen. Die Geschichte des Sitzsacks begann in den 1960er Jahren und erlebte sein Comeback in den Neunzigern mit dem Aufkommen der modernen Popkultur.  

GeschichteBearbeiten

Der 1969 auf der Pariser Messe vorgestellte „Sacco“ läutete die Geschichte des Sitzsacks ein. Die italienischen Möbeldesigner Piero Gatti, Cesare Paolini und Franco Teodoro begannen nämlich ein Jahr zuvor mit der Entwicklung des flexiblen Sitzmöbels, das sich optimal an die Körperform anpasst. Nach einigen Experimenten mit verschiedenen Füllungen, wie Tischtennisbällen oder  Bleikugeln, entschieden sich die Designer für kleine und leichte Polystyrolkügelchen. Ein in einer amerikanischen Zeitung platziertes Bild verhalf dem Sitzsack zum Durchbruch und die Kaufhauskette Macy’s bestellte noch Ende 1968 10.000 Exemplare. Das von den Erfindern beauftragte Designgeschäft Zanotta ist noch heute aktiv und hat bisher weltweit über eine Million Sitzsäcke verkauft.

MaterialienBearbeiten

Ein Sitzsack besteht in der Regel aus zwei Komponenten – der Füllung und dem Bezug. Bei manchen Modellen und Herstellern kommt noch der Innensack hinzu, der die Füllung vom Obermaterial trennt, was den Vorteil hat, dass der Bezug abgenommen und gewaschen werden kann.

Füllung: Am häufigsten findet man Sitzsäcke, die mit Styroporkugeln, auch EPS-Perlen genannt, gefüllt sind. Aufgrund ihrer besonderen Oberflächenstrucktur und –form passen sie sich hervorragend dem Körper an. Allerdings wird die dabei entstehende Geräuschkulisse von einigen als störend empfunden. Deswegen bieten einige wenige Hersteller alternativ Sitzsäcke mit einer Füllung aus Schaumstoffflocken oder Getreidespelzen.  

Bezug: Der Bezug kann aus ganz vielen verschiedenen Materialien bestehen. Die Spannweite reicht dabei von Baumwolle und Polyestergewebe über Kunstleder bis hin zu Samt- oder Flokati-Stoffen. Wetterfeste Sitzsäcke bestehen oft auch aus wasserabweisenden Geweben und Materialien wie Nylon.

FormenBearbeiten

Sitzsäcke treten heutzutage in verschiedenen Formen in Erscheinung. Als markanteste Sitzsackform gilt allerdings die Tropfenform, da sie an das Ursprungsdesign der Erfinder angelehnt ist. Der würfel- oder kugelförmige Sitzsäcke orientieren sich an geometrischen Formen und nehmen meist weniger Platz im Raum ein als herkömmliche Formate. Angelehnt an bekannten Sitzmöbeln wie dem Sofa oder dem Sessel, gibt es auch Sitzsäcke die Lehnen aufweisen und eine solche Silhouette besitzen. Sitzsäcke gibt es zudem auch für Tiere, die wie ein Bodenkissen aussehen und oftmals mit Rändern versehen werden, sodass sie in ihrer Form einem Körbchen ähneln. Eine letzte Kategorie bilden die Themen-Sitzsäcke, die ihr Design einem bestimmten Themengebiet entnommen haben. Beispiele wären Sitzsäcke in Form von Lebensmitteln oder Tieren.

Diese Formen kann ein Sitzsack annehmen:

  •         Tropfen
  •         Kugel
  •         Würfel
  •         Sessel
  •         Bodenkissen
  •         Sofa
  •         Tierbett
  •         Liege
  •         Themen-Sitzsack

QuellenBearbeiten

Textquelle: Shop für Sitzsäcke und Hunebetten Sitzsack-Profi.de

Bildquelle: sitzsack.de

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